Eine Brücke zu Frankreich

Mit großen Schritten gehen wir den Weg der Internationalisierung weiter. Doch es ist nicht immer einfach. Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede, nationale Gesetzgebungen und Richtlinien usw. erschweren oftmals den Zugang zu neuen Märkten. Daher setzen wir gezielt auf Muttersprachler, die sich um unsere internationalen Kund:innen, Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen kümmern. Ideen, Probleme, Lösungsansätze werden besser und effektiver kommuniziert und es entsteht das für eine gute und langfristige Geschäftsbeziehung nötige Vertrauen. 

Derzeit sind wir dabei, die Aktivitäten der Brüning Group im Biomassebereich in Frankreich auszubauen. Hierzu haben wir uns nun Verstärkung geholt. Rafaël Bindernagel unterstützt ab sofort das Team der Frischholzabteilung bei der Intensivierung des internationalen Austauschs von Biomasse. Um unser Netzwerk in Frankreich zu erweitern, haben wir die Brüning Group bereits beim französischen Biomasseverband angemeldet und Rafaël als Mitglied in den einzelnen Fachgruppen registriert. Beste Voraussetzungen, um Kontakte zu knüpfen, Marktinformationen einzuholen und am Ball zu bleiben. Zu seinem Einstieg haben wir Rafaël ein paar Fragen gestellt.

Lieber Rafaël,

du kommst sozusagen frisch aus Paris, ganz kurz ein paar Worte zu dir und deinem Hintergrund.

Ich bin französisch-bayerischer Herkunft und habe mich schon immer für Sprachen interessiert, die ich dank meiner Familie sehr leicht gelernt habe. Französisch, Deutsch, aber auch Englisch gehören deshalb zu meinen Lieblingsfähigkeiten. Durch mein Studium, das ich mit einem Master im internationalen Handel abgeschlossen habe, habe ich auch ein starkes Interesse an Neuem entwickelt. Es war mir schon immer wichtig, auf dem neuesten Stand des Wissens zu bleiben und Entwicklungen zu begleiten.

Außerdem war ich schon immer ein sehr geselliger Mensch, was mir ermöglicht, mich in jeder Art von Umgebung leicht anzupassen und zu integrieren.

Wie bist du auf die Brüning Group gestoßen und was hat dich dazu bewogen, nach Deutschland zu ziehen und hier bei uns zu arbeiten?

Auf der deutsch-französischen Jobbörse habe ich das Angebot der Brüning Group gefunden. Nach meinem Studium habe ich mich dann für eine Tätigkeit im deutsch-französischen Sprachraum entschieden.

Die Brüning Group hat eine bemerkenswerte und interessante Firmengeschichte und ein Ziel der Firma ist es, sich weiterzuentwickeln. Ich finde diesen Aspekt sehr interessant und würde gerne dazu beitragen, den französischen Markt für das Unternehmen zu erschließen. Natürlich ist die Möglichkeit, an der Energiewende mitzuwirken und damit die Klimabilanz zu verbessern, eine sehr motivierende Aussicht.

Worin besteht nun deine Aufgabe?

Meine Aufgabe wird es sein, ein solides Netzwerk zu etablieren: Langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und ein dauerhafter Ansprechpartner für Kund:innen zu sein.

Zunächst möchte ich jedoch die DNA, also den Charakter und die Struktur der Brüning Group vollständig verstehen. Wenn alles gut läuft, können wir vielleicht eines Tages eine Tochtergesellschaft in Frankreich gründen und den Markt von innen heraus entwickeln. Wir werden dies jedoch vorerst ausschließlich von Deutschland aus tun. Ich fungiere somit als Brücke zwischen Frankreich und Deutschland.

Gibt es deiner Meinung nach Unterschiede zwischen dem französischen und dem deutschen Biomassemarkt?

Der französische Biomassemarkt ist weit weniger entwickelt als der deutsche, vor allem was die Anzahl der Anlagen sowie Vorschriften und Normen betrifft. Dies kann sich jedoch sehr schnell ändern, nachdem die Regierung angekündigt hat, die Biomasseproduktion im Land bis 2030 zu verfünffachen. Neue Projekte sollen u. a. finanziell vom Staat unterstützt werden.

Welche Herausforderungen siehst du auf dich zukommen und wie wirst du sie angehen?

Die Herausforderung wird sicherlich darin bestehen, sich an Regulierungen anzupassen, die sich im Laufe der Zeit entwickeln werden. Ich habe jedoch keine Bedenken, dass die Brüning Group dies problemlos schaffen wird.

Auch die kulturelle Barriere muss überwunden werden, aber deshalb bin ich hier – um mein Wissen voll auszuschöpfen.

Herzlichen Dank für das Interview – viel Erfolg und „bonne chance“!

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