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Putenmist fällt in Putenmastbetrieben als Nebenprodukt der Tierhaltung an. Er entsteht aus den Exkrementen der Tiere in Kombination mit dem eingesetzten Einstreumaterial, wie Hobelspänen oder Stroh.
Putenmist ist ein RED-II-konformer Reststoff und eignet sich als kostengünstiger Einsatzstoff für Biogasanlagen. Die Eigenschaften variieren je nach verwendeter Einstreu: Putenmist mit Hobelspänen weist in der Regel eine höhere Strukturstabilität auf, während Putenmist mit Stroheinstreu einen höheren organischen Anteil besitzen kann. Neben seinem energetischen Potenzial verfügt Putenmist über Nährstoffe mit Richtwerten von etwa 20 bis 25 Kilogramm Stickstoff, 15 bis 20 Kilogramm Phosphat und 15 bis 20 Kilogramm Kalium pro Tonne Frischmasse. Der durchschnittliche Gasertrag liegt bei rund 150 m³ pro Tonne.
Putenmist wird vielseitig eingesetzt, insbesondere als Substrat in Biogasanlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie. Darüber hinaus eignet er sich zur Kompostierung sowie zur Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen als organischer Dünger. Durch seine stoffliche und energetische Verwertbarkeit leistet Putenmist einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft.