Die Flutkatastrophe mit ihren Auswirkungen auf den Abfallmarkt

Die Flutkatastrophe vom Sommer ist sicherlich noch den meisten von uns im Gedächtnis und wird dies auch noch einige Zeit bleiben. Kaum jemand vermag sich vorzustellen, was dies für die Menschen vor Ort genau bedeutet. Die Verluste sind groß und es wird lange dauern, bis zumindest ein bisschen Normalität eintritt. Hierzu ist u. a. wichtig, dass wenigstens „äußerlich“ schnell ein erträglicher Zustand herbeigeführt wird. Viele Häuser und Gebäude wurden beschädigt oder gar weggerissen, die Infrastruktur liegt brach und es herrscht ein allgemeines Bild der Zerstörung, das die Flut zurückgelassen hat. Nach dem Chaos beginnt das Aufräumen…

Schätzungen zufolge wird der gesamte Entsorgungsprozess noch einige Monate dauern. Es stapeln sich Hunderttausende Tonnen Trümmer und Schutt in den Flutgebieten, verbunden mit Hygienerisiken, Geruchsbelästigung und Brandgefahr. Doch die kommunalen Entsorgungsunternehmen sind ebenfalls überflutet. Es fehlt einerseits an Verbrennungskapazitäten, denn nicht der ganze Abfall kann sofort verbrannt werden. Andererseits ist manches zu nass für die Verbrennungsanlagen. Dieser Müll muss zunächst in Zwischenlagern getrocknet werden, aber auch dafür fehlt es an Flächen.

Mit der Unit Waste-to-Energy (WtE) und unserem Netzwerk aus über 100 Kraftwerken und Aufbereitungsanlagen in ganz Deutschland und im benachbarten Europa sowie unserer langjährigen Erfahrung in der überregionalen Logistik verbunden mit unserem eigenen Fuhrpark aus 40 Fahrzeugen sind wir ein Teil dieser leider notwendigen gigantischen „Aufräumaktion“ geworden. Keine einfache Aufgabe. Die größte Herausforderung war und ist es, die stark schwankenden Qualitäten den richtigen Verwertungswegen zuzuführen.

Dennoch konnten wir in den vergangenen 8 Wochen rund 700 Ladungen Abfall aus den Flutgebieten abfahren. Das entspricht einer Menge von rund 15.000 Tonnen. Mancherorts vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch diese Art von Ereignis hat unserer WtE-Abteilung die Möglichkeit gegeben, zu zeigen, wie flexibel wir sind und welche Möglichkeiten unser Netzwerk bietet, um schnell und professionell zu reagieren. Und eben genau diese Aufgabe der überregionalen Ver- und Entsorgung, wenn die lokalen Märkte überfordert sind, sehen wir als unsere Kernaufgabe im Abfallmarkt. Sowohl national als auch zunehmend international.

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